Wir möchten uns an dieser Stelle zu der von uns erhobenen Schutzgebühr äußern, weil wir immer wieder gefragt werden, warum die Hunde “Geld kosten”.

WARUM KOSTET EIN HUND GELD?

Immer wieder begegnet einem Tierschützer die Frage nach dem Sinn einer Schutzgebühr.
Geradezu hitzig werden die Diskussionen besonders gern, wenn das Tier auch noch alt ist oder vielleicht sogar behindert, bzw. krank.

Nicht selten mussten wir uns schon den Vorwurf anhören, wir würden an den Tieren verdienen.
Wenn man schon “gebrauchte” Tiere versuchen würde zu vermitteln, dürfe man doch nicht auch noch Geld dafür verlangen.

Also warum sollte man keine Tiere im Tierschutz verschenken?


Ein Tier im Tierschutz muss medizinisch versorgt werden, das machen Tierärzte in der Regel nicht umsonst.
Sie müssen geimpft, gechipt, kastriert, entwurmt und entfloht werden.
Manche brauchen Operationen, die ihre Vorbesitzer zum Beispiel nicht bezahlen wollten und die ein Tierschutzverein dann auf sich nimmt um dem Tier das Leben zu retten.
Jedes Tier hat Hunger und möchte fressen und das jeden Tag, egal, wie lange es beim jeweiligen Verein oder der jeweiligen Pflegestelle ist.
Sie brauchen Halsbänder, Geschirre, Leinen, Betten, Spielzeuge, Maulkörbe, Näpfe. So wie jedes andere Tier auch. Auch das ist selten kostenlos.
Bei Auslandstieren kommt dann noch der Transport hinzu ins neue Zuhause. Egal, ob per Auto oder per Flugzeug, umsonst ist es leider nie.
Viele Tierschützer fahren täglich hunderte Kilometer um verletzte Tiere von den Straßen aufzusammeln oder einfach um Futter hin- und herzutransportieren oder Tiere von A nach B zu bringen.
Auch Benzin kostet Geld und das nicht wenig.
Egal, wo auf der Welt.
Spezielle Behandlungen von kranken, alten, sehr jungen und schwachen Tieren sind hier noch nicht einmal berücksichtigt.
In der Regel können diese gesamten Kosten überhaupt nicht abgedeckt werden durch eine Schutzgebühr, die zwischen 200-300€ oder auch mehr liegt. Wer rechnen kann, sollte sich darüber bewusst sein, dass es sehr schwer ist, daran also auch noch Gewinn zu erzielen.

Ein viel wichtigerer Aspekt:

Der Schutz des Tieres.
Eine “Schutzgebühr” trägt ihren Namen nicht umsonst.
Wikipedia definiert diesen Begriff unter anderem so:

“.. Die Schutzgebühr ist nicht kostendeckend. Sie ist eine Alternative zur kostenlosen Abgabe und gibt dem ansonsten zu verschenkenden Kaufgegenstand eine gewisse Wertigkeit. Mit der Erhebung einer Schutzgebühr kann man sicherstellen, dass nur Personen, die ein tieferes Interesse an einer Sache haben, diese anfordern. ..”

Wer privat ein Tier adoptieren möchte, der sollte diese Kosten ganz klar aufbringen können.
Denn ein Tier kostet auch danach noch Geld.
Versicherungen, Steuern, Impfungen, Futter, Ausstattung, Operationen etc.

Die Seele eines Lebewesens ist so oder so unbezahlbar.

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